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Prophylaxe für Erwachsene

  • Jeder ist für schöne, gesunde Zähne selbst verantwortlich!
  • Karies und Zahnfleischerkrankungen lassen sich vermeiden!
  • Wir helfen Ihnen das natürliche Gleichgewicht im Biotop Mundhöhle wiederherzustellen!

Was ist ein Zahnbelag?

Im Zahnbelag (auch Plaque genannt) leben viele unterschiedliche Bakterienarten, manche scheiden Säuren aus, die anorganische Substanzen, wie den Zahnschmelz, auflösen können, andere produzieren Zellgifte, die das Zahnfleisch entzünden oder zerstören. Und alle diese Bakterien ernähren sich von Kohlenhydraten und Zucker! 

Wie entsteht Karies?

Karies entsteht, indem unverdünnte Bakteriensäure durch feine Spalten unter die Oberfläche des Zahnschmelzes dringt und die Schmelzkristalle auflöst. Durch diese Demineralisierung entsteht zuerst ein weißer Fleck im Zahnschmelz, zu diesem Zeitpunkt ist die beginnende Karies noch heilbar, indem die Kohlenhydratzufuhr reduziert und die Plaque durch Zähneputzen entfernt wird. Geschieht das nicht, entsteht ein Loch im Zahn. 

Wie entsteht eine Zahnfleischentzündung (Parodontitis)?

Eine Parodontitis entsteht, indem sich spezielle Bakterien am Zahnfleischrand ansiedeln, die organischen Substanzen am Zahnhalteapparat angreifen und eine Zahnfleischentzündung verursachen. Auch diese ist durch gute Mundhygiene heilbar, unterbleibt sie, bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen, der Zahnhalteapparat wird geschädigt und das Knochengewebe abgebaut. Ab 35 Jahren gehen statistisch gesehen mehr Zähne durch Zahnfleischerkrankungen verloren als durch Karies.

Speicheldiagnose:

Darunter versteht man die Überprüfung des Säuregrades des Speichels und damit die Bakteriendichte in der Plaque. Durch eine übermäßige Zuckerzufuhr entsteht eine Übersäuerung. Je mehr Bakterien gefunden werden, desto größer ist das Erkrankungsrisiko für Zähne und Zahnfleisch.

Papillenblutungsindex

Die Tiefe der Zahnfleischtaschen und der Umfang der unsichtbaren Konkremente kann mit Hilfe des Papillenblutungsindex gemessen werden. Dabei wird mit einer stumpfen Sonde, deren Ende in einer Kugel ausläuft, die Taschentiefe festgestellt: je tiefer die Tasche, desto weiter ist die Erkrankung fortgeschritten.

Ernährung:

Zuckerarme Ernährung hindert die Bakterien daran, sich explosionsartig zu vermehren, ist nach dem Essen keine Möglichkeit zum Zähneputzen vorhanden, kann ein zuckerfreier Kaugummi ein guter Ersatz sein. Als Zwischenmahlzeiten sollten nur zuckerfreie Nahrungsmittel konsumiert werden (auch auf versteckten Zucker, z. B. in Getränken, achten), Süßigkeiten besser auf einmal verzehren und dann sofort Zähne putzen.

Putzen nach der Bass-Technik:

Die Plaque wird in folgender Reihenfolge von Zähnen und Zahnfleischrand entfernt: zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und Innenflächen der Zähne mit kleinen rüttelnden Bewegungen putzen.

Am besten mit einer fluoridierten Zahnpasta und einer Zahnbürste mit weichen Kunststoffborsten.

Zusätzlich sollte täglich Zahnseide oder ein passendes Interdentalbürstchen benutzt werden, um die Zahnzwischenräume zu säubern, zusätzlich einmal wöchentlich ein Fluorid-Gel verwenden.

Um hartnäckige Zahnsteinbelege (Konkremente) zu entfernen, ist halbjährlich eine professionelle Zahnreinigung angezeigt, wobei mit Spezialgeräten verfärbter Zahnbelag entfernt wird, sowie Zähne und Zahnhälse mit Polierpaste geglättet werden.